Impfen, Entwurmen und "spotten" mit Verstand


Leider werden immer noch viel zu viele Haustiere zu oft oder falsch geimpft. Auch Tierärzte, die angeblich naturheilkundlich bzw. ganzheitlich arbeiten, empfehlen noch die mittlerweile völlig überholten und wissenschaftlich nicht mehr aktuellen jährlichen Impfungen und auch unnötige Impfstoffe.

Bestimmte Impfungen und vor allem eine vernünftige Grundimmunisierung sind sinnvoll und notwendig. Aber auch dabei sind die Lebensumstände Ihres Tieres, seine aktuelle Gesundheitssituation und eventuelle Vorerkrankungen zu beachten. Nicht jede Impfung macht für jedes Tier Sinn.

 

Eine genaue Information über die notwendigen Impfungen und deren Häufigkeit ist für Sie als Tierhalter somit wichtig und hilfreich im Gespräch mit dem impfenden Tierarzt. 

Ich informiere Sie gerne über den aktuellen Stand der Impfmedizin, die verschiedenen Impfstoffe und deren Nutzen und berate Sie zu den individuellen Möglichkeiten für Ihr Tier.

 

Ebenso biete ich an, durch eine Laboruntersuchung den sogenannten "Impftiter" bei Ihrem Tier zu bestimmen und so festzustellen, ob eine Auffrisch-Impfung überhaupt nötig ist.

Auch bei der Entwurmung und dem sogenannten „Spotten“ (das Tier erhält ein Insekten-abwehrendes bzw. –tötendes Mittel, das „SpotOn“ in den Nacken) wird immer noch eine „vorbeugende“ regelmäßige Behandlung empfohlen.

 

Jedoch sollte man sich vor Augen führen, dass Wurmkuren und SpotOns grundsätzlich chemische "Keulen" sind, die den Organismus belasten, die Darmflora und damit das Immunsystem angreifen und starke Nebenwirkungen haben können.

 

Gerade, wenn Darmflora und Immunsystem nicht intakt sind, haben Parasiten bessere Chancen, sich wieder anzusiedeln, was dann schlimmstenfalls zu Resistenzen führt. Das Tier muss dann immer häufiger und mit wechselnden Mitteln behandelt werden, weil sein Körper keine natürlichen Abwehrmechanismen gegen die Parasiten aufbauen kann.

 

Regelmäßige Entwurmung „auf Verdacht“ oder gar „vorbeugend“  ist nicht nur unnötig, sondern auch sinnlos, da eine Wurmkur nicht vorbeugend wirkt. Sie tötet innerhalb von 24 Stunden alle möglicherweise vorhandenen Würmer im Körper ab, das Tier kann sich aber theoretisch sofort danach wieder infizieren.

 

Statt einfach zu entwurmen, sollte durch eine regelmäßige Kotuntersuchung (ca. alle 8 Wochen) überprüft werden, ob überhaupt ein Wurmbefall vorliegt. Ist dies nicht der Fall, muss auch nicht entwurmt werden. Alle Informationen dazu finden Sie  hier.

 

Parasiten wie Flöhe, Zecken oder Milben sind nicht nur unangenehm, sondern können auch Krankheiten übertragen. So wird auch hier mit der Angst des Halters gearbeitet und suggeriert, dass das Tier durchgehend mit starken Präparaten vor diesen Lästlingen geschützt werden muss, am besten sollten sie sofort abgetötet werden.

SpotOns, die auf Zecken, Flöhe oder Milben eine abtötende Wirkung haben, enthalten IMMER Insektizide! Insektizide sind starke Nervengifte, die bei unseren Haustieren Nebenwirkungen wie Juckreiz, Haarausfall oder sogar Nervenschäden (Speicheln, Zittern, Kreislaufkollaps) auslösen können.

 

Der Trend geht leider seit kurzer Zeit dazu über, diese Nervengifte nicht mehr „nur“ äußerlich auf das Tier aufzubringen, sondern direkt als Tablette innerlich, quasi als „Rundumschutz“, zu verabreichen und die Anwendung so auch für Haushalte, in denen Kinder leben, „sicher“ zu machen. Beim Streicheln der Tiere können Kinder sich an den äußerlich aufgebrachten Mitteln vergiften.

Aber ist nun die Lösung, die Stoffe, die man nicht an seine Kinder lassen will, dem geliebten Haustier regelmäßig, im schlimmsten Fall sogar als Tablette, zu verabreichen?!

 

Damit Ihr Tier eine gesunde Darmflora, ein starkes Immunsystem und gesundes Fell behält, berate ich Sie gerne zu den Möglichkeiten, die die Naturheilkunde zur Parasitenprophylaxe bietet. Häufig führen diese schon  zu einem Erfolg. Welche Methode aber für Ihr Tier die Richtige ist können wir zusammen herausfinden und ausprobieren.

Bei einigen Tieren reicht schon eine kleine Änderung, andere sind regelrechte „Zeckenmagneten“ oder „Flohschaukeln“, so dass der Einsatz von SpotOns durchaus Sinn machen kann. Hier berate ich Sie gerne zu den verschiedenen Präparaten auf dem Markt und finde mit Ihnen die beste Lösung, denn auch hier lohnt sich der Vergleich und das Finden des „kleinsten nötigsten Übels“, um Ihr Tier nicht unnötig zu belasten.