Wann und warum alternative Therapiemethoden?


Schulmedizin und Alternativmedizin werden häufig noch als konkurrierende Methoden angesehen. Dabei haben beide Bereiche ihre jeweils wichtige Berechtigung und ein eigenes Wirkungsfeld.

 

Leider werden Tiertherapeuten wie ich von vielen Tierärzten immer noch sehr gerigschätzig beurteilt, obwohl  - oder gerade weil - sie keinerlei Wissen über meine Arbeitsmethoden oder gar Erfahrung damit haben. Sehr häufig wird dann behauptet, ich wende "Hausmittelchen" oder "Kügelchen" an, ohne jegliche wissenschaftliche Basis. Die meisten wissen gar nicht, welche Inhalte oder welchen Umfang eine fundierte Ausbildung für Tiertherapeuten hat und wie viel bereits  mit wissenschaftlichen Methoden zur Wirkung von Naturheilverfahren geforscht wird. In Deutschland gibt es - in der Humanmedizin zumindest - bereits mehrere Professuren für Naturheilkunde und Alternativmedizin und ihre Grundlagen sind mittlerweile verpflichtender Bestandteil der Ausbildung zum Mediziner.

 

Selbstverständlich hat die Alternativmedizin Grenzen, derer ich mir als verantwortungsvolle Therapeutin sehr bewusst bin.  Es gibt viele Krankheitsbilder, bei denen eine Gabe der vom Tierarzt verschriebenen Medikamente absolut notwendig und (über-)lebenswichtig für ein krankes Tier sind. Vielleicht nur für die Dauer einer bestimmten Zeit, manchmal aber auch lebenslang. Trotzdem kann eine zusätzliche naturheilkundliche Therapie durchaus sinnvoll sein, beispielsweise um den durch die dauerhafte Medikamentengabe belasteten Organismus zu entlasten und Nebenwirkungen der Medikamente zu reduzieren.

Um Ihrem Tier bestmöglich helfen zu können, ist vorab auch häufig eine genaue Diagnostik  unumgänglich, wofür eine entsprechende Ausstattung wie die Gerätschaften für Röntgen, CT oder Sonographie (Ultraschall) nötig sind und im Einzelfall auch entsprechende Überweisung zu einem Spezialisten.
Mein Ziel ist daher die Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt, damit Ihr Tier optimal behandelt werden kann.

 

Natürlich gibt es ebenso die Fälle, in denen ein Tier als schulmedizinisch „austherapiert“ zu mir kommt und mit alternativen Therapieverfahren dennoch deutliche Verbesserungen des Krankheitsbildes und somit auch eine  erhöhte Lebensqualität für das Tier erzielt werden können.

 

Bei allen von mir praktizierten Therapiemethoden handelt es sich um Methoden aus der sogenannten Regulationsmedizin, das bedeutet, dass diese Therapien regulierend wirken, soweit eine Regulierung der auftretenden Fehlfunktion (Erkrankung) möglich ist. Bei chronisch bestehenden Problemen, Krebserkrankungen, Knochen- und Gelenkschäden (Arthrosen, Spondylosen, Bandscheibenschäden)  oder auch einem bereits stark angregiffenem Immunsystem können all diese Methoden also nur insoweit regulierend greifen, wie es der Körper zulässt bzw. annimmt. Dies ist von Fall zu Fall und von Individuum zu Individuum sehr unterschiedlich.

 

Somit dürfen von der Naturheilkunde bzw. Alternativmedizin und insbesondere von mir als Therapeutin natürlich  weder Wunderheilungen, noch das spontane Verschwinden langjähriger oder chronischer Beschwerden erwartet werden. Eine ganzheitliche Behandlung erfordert Geduld, Zeit und die Bereitschaft, auch eventuell nötige Veränderungen im Umgang mit dem Tier oder in dessen Lebensumständen umzusetzen. Nur so kann dauerhaft ein Erfolg und eine Verbesserung erzielt werden.