Wann und warum alternative Therapiemethoden?


Schulmedizin und Alternativmedizin werden häufig noch als konkurrierende Methoden angesehen. Dabei haben beide Bereiche ihre jeweils wichtige Berechtigung und ein eigenes Wirkungsfeld.

 

Zu Beginn einer Therapie höre ich von Tierhaltern sehr oft: „Ich möchte aber nicht, dass mein Tier mit Chemie behandelt wird, deswegen gehen wir nicht (mehr) zum Tierarzt.“

 

Leider zeigt dies eine völlig falsche Vorstellung von der Arbeit einer Tierheilpraxis.

 

Natürlich gibt es viele Fälle, in denen ein Tier als schulmedizinisch „austherapiert“ zu mir kommt und mit alternativen Therapieverfahren dennoch deutliche Verbesserungen des Krankheitsbildes und somit auch eine  erhöhte Lebensqualität für das Tier erzielt werden können. Die Alternativmedizin hat jedoch ihre Grenzen und ist in vielen Fällen nur unterstützend zu einer schulmedizinischen Behandlung durch den Tierarzt sinnvoll.

 

Um Ihrem Tier bestmöglich helfen zu können, ist vorab oft eine genaue Diagnostik  unumgänglich, wofür eine entsprechende Ausstattung wie die Gerätschaften für Röntgen, CT oder Sonographie (Ultraschall) nötig sind und im Einzelfall auch entsprechende Qualifikationen eines spezialisierten Fach-Tierarztes.

 

Es gibt viele Krankheiten, bei denen eine Gabe der vom Tierarzt verschriebenen Medikamente absolut notwendig und (über-)lebenswichtig für ein krankes Tier sind. Vielleicht nur für die Dauer einer bestimmten Zeit, manchmal aber auch lebenslang. Trotzdem kann eine zusätzliche naturheilkundliche Therapie durchaus sinnvoll sein, beispielsweise um den durch die dauerhafte Medikamentengabe belasteten Organismus zu entlasten und Nebenwirkungen der Medikamente zu reduzieren.
Mein Ziel ist daher die Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt, damit Ihr Tier optimal behandelt werden kann.

 

Bei akuten Krankheiten oder gesundheitlichen Problemen (akute Verletzungen/Erkrankungen des Bewegungsapparates, Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, Hautproblemen, Allergien u.a.) zeigen sich durch eine Therapie mit alternativen Methoden oft schnell gute Erfolge.

 

Altersbeschwerden (u.a. Leber- und Nierenerkrankungen, Herzbeschwerden, degenerative Erkrankungen wie Arthrose oder HD) sprechen ebenfalls gut auf eine (zusätzliche) alternativmedizinische Behandlung an und auch die Lebensqualität Ihres Tieres verbessert sich dadurch oft deutlich.

 

Verhaltensauffälligkeiten, die schulmedizinisch nur eingeschränkt zu behandeln sind, können klassisch homöopathisch oder naturheilkundlich (z.B. mit Bachblüten) ebenfalls gut beeinflusst werden - kombiniert mit Veränderungen im Umgang mit Ihrem Tier. In diesen Fällen arbeite ich in Kooperation mit einer profesionellen Tierpsychologin.

 

Bei allen von mir praktizierten Therapiemethoden handelt es sich um Methoden aus der sogenannten Regulationsmedizin, das bedeutet, dass diese Therapien regulierend wirken, soweit eine Regulierung der auftretenden Fehlfunktion (Erkrankung) möglich ist. Bei chronisch bestehenden Problemen, Krebserkrankungen, Knochen- und Gelenkschäden (Arthrosen, Spondylosen, Bandscheibenschäden)  oder auch einem bereits stark angregiffenem Immunsystem können all diese Methoden also nur insoweit regulierend greifen, wie es der Körper zulässt bzw. annimmt. Dies ist von Fall zu Fall und von Individuum zu Individuum sehr unterschiedlich.

 

Somit dürfen von der Naturheilkunde bzw. Alternativmedizin und insbesondere von mir als Therapeutin weder Wunderheilungen, noch das spontane Verschwinden langjähriger oder chronischer Beschwerden erwartet werden. Eine ganzheitliche Behandlung erfordert Geduld, Zeit und die Bereitschaft, auch eventuell nötige Veränderungen im Umgang mit dem Tier oder in dessen Lebensumständen umzusetzen. Nur so kann dauerhaft ein Erfolg und eine Verbesserung erzielt werden.