Homöopathie und Biochemie nach Dr. Schüssler


Klassische Homöopathie

Die klassische Homöopathie nach Samuel Hahnemann behandelt nicht anhand von den bestimmten Krankheiten, sondern das jeweilig passende Einzelmittel wird streng nach dem von Hahnemann formulierten Grundgedanken „simila similibus currentur“ hnliches wird mit Ähnlichem geheilt) gewählt.

Das bedeutet, dass der Therapeut anhand von allen Symptomen (Gemütslage, akute Symptome, besondere Symptome, allgemeine Symptome) das einzelne,  zum Patienten passende Mittel in der passenden Potenz und Dosierung bestimmt.

Ohne eine entsprechende Ausbildung ist eine korrekte homöopatische Behandlung vom Tierhalter kaum korrekt umsetzbar, auch wenn Google und Co. versuchen, das Gegenteil zu suggerieren.

 

Ich setze die klassische Homöopathie in meiner Praxis hauptsächlich bei der konstitutionellen Behandlung Ihres Tieres ein, das bedeutet die Auswahl eines Einzelmittel nach dem  Konstitutionstyp unter Einbezug aller Faktoren wie Lebensweise, Charakter, Verhalten und für Ihr Tier typische Wehwechen oder chronische Leiden. Außerdem zur Behandlung bei akuten Krankheiten und Beschwerden, bei denen sich nach meiner Erfahrung bestimmte Einzelmittel sehr gut bewährt haben.

Homotoxikologie

Entgegen der Meinung der "radikalen" rein klassisch arbeitenden Homöopathen nutze ich persönlich jedoch auch die sogenannten homöopathischen Komplexmittel, auch Homotoxikologie genannt.

Der Begründer dieser Therapieform ist Dr. Hans-Heinrich Reckeweg. Das Therapiesystem stützt sich auf die drei nachfolgenden Säulen:

 

  • Entgiftung und Ausleitung
  • Immunmodulation
  • Organstärkung und Zellaktivierung

 

Je nachdem wie ernsthaft die Erkrankung ist, kommen eine, zwei oder sogar alle drei Säulen zum Einsatz in der Therapie. Der Körper soll so im Laufe der Behandlung  entgiftet und das Immunsystem stabilisiert werden. Die Produkte sind in der Regel Zubereitungen aus Mineralien, Pflanzen und aus dem Tierreich. Meist sind es Arzneimittel-Kompositionen (eben die sogenannte "Komplexmittel"), die für sich eine therapeutische Einheit bilden und gezielt einen Bereich des Organismus ansprechen.

Biochemie nach Dr. Schüssler

Die Therapie mit Schüssler-Salzen, welche von Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler begründet wurde, wird sehr oft zur Homöopathie gezählt. Vermutlich weil sich das Herstellungsverfahren gleicht und es einige der Salze auch in der Homöopathie gibt. Allerdings gehören Schüssler Salze zur Biochemie.

Schüssler lebte von 1821 bis 1898. Er war praktizierenden Arzt und Verfechter der Homöopathie. Seine homöopathischen Grundkenntnisse legten die Grundsteine für dieses Heilverfahren.

Hier werden die Mittel anhand von physiologisch-biochemischen Vorgängen ausgewählt, welche sich im Organismus des Lebewesens vollziehen. Schüßlers Annahme nach entstehen Krankheiten im Organismus durch gestörte biochemische Prozesse, die auf einen nicht-intakten Mineralstoffhaushalt zurückzuführen sind. Die fehlenden Stoffe müssen also wieder aufgefüllt werden, um eine optimale Zellfunktion zu ermöglichen.


Schüssler beschrieb die Biochemie als ein Heilverfahren, welches direkt ihr Ziel erreicht - die Deckung eines Defizites innerhalb einer Zelle. Ist der entsprechende Speicher leer, wird er durch die Gabe des entsprechenden Salzes (meist in Tablettenform) wieder aufgefüllt.

Während der Grundsatz der Homöopathie "Ähnliches wird mit ähnlichem geheilt" lautet, kann der entsprechende Grundsatz bei der Therapie mit Schüssler-Salzen also auf "Fehlendes wird mit Fehlendem aufgefüllt" übertragen werden.

Schüßler selbst entwickelte die ersten 12 Mineralsalze. Seine Anhänger entwickelten später weitere 15 Salze, welche  auch als "Ergänzungsmittel" oder "Ergänzungssalze" bezeichnet werden.

 

Ich setze Schüssler-Salze in einem Therapieplan eher selten ein, dafür sehr gezielt bei bestimmten Problematiken, die erfahrungsgemäß sehr gut darauf ansprechen, wie etwa Störungen des Huf- und Krallenwachstumsdiätetische Maßnahmen und Entgiftung.